Verfasst von: fargurd | 2. Oktober 2010

Gedanken zur Finanzierung

Im heutigen Deutschland leben viele Menschen auf Pump. Das wird so in der Politik vorgelebt, das scheint also zumindest nicht so schlimm zu sein. Nach einem Blick auf die Schuldenuhr stellte ich fest, dass es für all die Probleme scheinbar keine Lösung geben kann.

Deutschland lebt seit Jahren auch auf Pump. Und das nicht zu knapp. Ein kleiner Haushalt kann schwer mehr Geld ausgeben als er hat. So er denn kreditwürdig ist, bekommt er noch einige Taler extra, danach ist aber auch hier irgendwo Schluss. Beim Staat scheinen die Uhren anders (und schneller) zu ticken. Mit mittlerweile mehr als 1,7 Billionen (das ist sowieso unvorstellbar) scheint es sich eigentlich sehr gut zu leben. Scheinbar ist der Wohlstand aber auch nur erkauft und durch Schulden finanziert. Aber ein Haken hat die Sache. Für viele Dinge ist kein Geld da, Schulden werden gemacht und Projekte jedweder Art können anlaufen. Das mag für viele Menschen im Land sogar Vorteile haben. Das Argument, es sei kein Geld da für belanglose Dinge, wie Bildung oder Hartz-IV-Empfänger, die auch trotz eines 8-Stunden-Jobs nicht genug verdienen, finde ich deswegen schwach, weil die Schuldenuhr ja sowieso ständig weiterrinnt. Wäre es nicht an der Zeit, dieses System zugunsten der Menschen auszunutzen? Das klingt parasitär, ist es aber vielleicht gar nicht. Angenommen, man nähme Unsummen Geld in die Hand (von wo auch immer die Schulden stammen, lässt sich auf Wikipedia in rudimentärer Form nachlesen) und würde Projekte finanzieren, alle auf Pump von irgendwo und würde Bildung finanzieren, würde Beamten einen Lohn geben, der den bürokratischen Alltag vielleicht ein wenig versüßen könnte (obwohl ich trotzdem denke, dass Menschen nicht mit Geld an sinnlose Tätigkeiten gefesselt werden sollten). Würde Projekte starten, zum Schutz der Umwelt, der Menschen – für die Freiheit. Die Frage nach den Schulden stellt sich eigentlich gar nicht. Wieso? Wie die aktuellen Schulden jemals bezahlt werden sollen, ist heute ja schon unbekannt. Natürlich bekommt man irgendwann keine Gelder mehr von den ominösen Geldgebern (aber ehrlich, wer den Staaten der Erde soviele Schulden geben kann, muss schon dick Potte haben), doch die sind ja auch nur Teil der Erde. Wieso also nicht das System konterkarieren? Ausnutzen, um der Mehrheit der Erde eine sinnvolle und schöne Zeit zu bereiten? Geld ist sowieso nur Papier und Metall. Als wenn wir nicht schon lange aus der Bronze- und Metallzeit heraus wären.


Antworten

  1. Ich mag den Unterton dieses Beitrags irgendwie sehr. Fühlt sich auf der einen Seite an wie Satire… auf der andere ist es (leider?) dennoch verdammt wahr.


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